Effizienz als kritischer Faktor

„Hohe Akzeptanz – keine Fallgruben“:


23.05.2014 Presse Fakturierung Abfallwirtschaft Entsorgungsbereiche TRASMobil TRAS


Entsorgungsgesellschaft Niederrhein mbH ­optimiert ihre Betriebsabläufe von Auftragsannahme bis Fakturierung mit TRASMobil

Viersen, April 2014. Wie lässt sich der Gesamtprozess von Auftragsannahme bis Fakturierung möglichst effizient, zugleich kundenfreundlich und mitarbeitergerecht gestalten? Die Abteilung Geschäftsprozessunterstützung (GPU) der Entsorgungsgesellschaft Niederrhein mbH (EGN) hat die Kardinalfrage gestellt. Als Generalist im Bereich Entsorgungsdienstleistungen erschließt die EGN ab dem II. Quartal 2014 mit voller Datenmobilität und konsistenter Echtzeitinformation sowohl Rationalisierungspotenziale als auch neuen Handlungsspielraum: Die TRAS Erweiterung TRASMobil wird wesentliche, betriebliche Abläufe im Unternehmen optimieren.

Schon aus quantitativen Erwägungen erscheint die Effizienzoffensive des 750-Mitarbeiter-Unternehmens (195 Mio. EUR Umsatz 2012) adäquat. Als Partner von öffentlicher Hand, Privat- und Gewerbekunden unterhält EGN 14 Standorte und 45 Sortier-/Verwertungsanlagen. Um für 1,5 Mio. Menschen der Region Abfälle zu sammeln, zu transportieren, aufzubereiten und zu verwerten, zählt die EGN-Logistik 400 Kfz, rund 10.000 Container und fünf Logistikstandorte.

„Ein Entsorgungsunternehmen ist kein Paketzusteller“, verweist Tim Homann (Vertrieb) auf die qualitativen Herausforderungen einer komplexen mobilen Abwicklung im Entsorgungsbereich. Gemeinsam mit Thomas Schmitz (Leiter Fakturierung) koordiniert Tim Homann den TRASMobil-Testbetrieb seit ­November 2013, der im Praxisbetrieb 110 Kfz bzw. die drei EGN-Logistikstandorte Viersen, Neuss und Hürtgenwald umfasst. Die neue sensis-Lösung ergänzt das schon seit 1997 zum Einsatz kommende ERP-System: Aktuell handelt EGN mit TRAS alles von Auftragsannahme und Disposition über Nachweisverwaltung und Fakturierung bis hin zu Anlagenverwaltung, Verwiegung und kommunale Behälterverwaltung.

Ziel des Einsatzes von TRASMobil ist zunächst eine Reduktion notwendiger Bearbeitungsschritte eines Auftrages um gut ein Drittel bei gleichzeitig erhöhter Abwicklungsqualität. Grob skizziert ersetzt die neue, mobile, vor allem durchgängig digitalisierte Abbildung und Organisation der Betriebsabläufe den konventionellen, statischen Workflow mit sequenzieller Bearbeitung von Auftrag und Daten. Beispiel: An Stelle des morgens ausgegebenen Leistungsscheins im Klemmbrett tritt der e-Leistungsschein, der die Kommunikation zwischen Fahrer, Disponent, Vertrieb, Fakturierung und Kunde in Echtzeit forciert, flexibilisiert und vereinheitlicht.

Tim Homann: „Wir wollen mit TRASMobil beschleunigte Arbeitsabläufe von Auftragsannahme über Disposition bis Fakturierung erreichen und die Effizienz durch einen einheitlichen Informationsfluss und -stand steigern.“ Zudem biete sich die Möglichkeit, „besseren Service durch konsequentes Fehlermanagement zu leisten und die Fakturierlaufzeit zu verkürzen.“

Stichwort Rechnungstellung: Mit TRASMobil sind nicht nur eingeschränktes Reaktionsvermögen, fehlerhafte Informationen im Auftragsmanagement, Systembrüche oder verzögerter Informationsfluss passee – die gewonnenen Logistikdaten sind jetzt auch belastbar. Sie dienen einerseits als Grundlage zur Auftragskalkulation bzw. Nachkalkulation, andererseits zur internen Optimierung suboptimaler Prozesse. „Zuletzt können wir“, so Homann, „dem Kundenwunsch nach E-Billing und zeitnaher Information zum Auftragsstatus entgegen kommen.“
Kern der Hardware, über die die EGN-Fahrer verfügen, ist ein Intermec CN 50 (Windows Mobile 6.5.3) mit Touchscreen und Keypad, Ressourcen der redundanten Datenübermittlung (WWAN, WLAN, LAN), Kamera, Barcodescanner zur Behälterverfolgung und GPS. Dem stehen Eckpfeiler der mobilen Anwendung gegenüber wie die geführte Abwicklung der Dienstleistung, der automatische Abgleich mit den Stammdaten in der Zentrale und der redundante Datenabgleich (z.B. Waagedaten zu Benutzereingabe). Mehrfacheingaben und Dateninkonsistenzen sind durch die einheitliche Stammdatenpflege über TRAS ausgeschlossen. Von Vorteil: So unterschiedlich die Anforderungen einzelner Gewerke, so flexibel ist man in punkto Programmierung.

„Die Akzeptanz der neuen Lösung als vermutet größtes Hindernis“, erläutert Tim Homann, „ist erfolgreich gelungen: Auch, weil alle Beteiligten bis hin zum Betriebsrat frühzeitig eingebunden wurden. Die Fahrer haben schnell erkannt, wie flexibel sie das neue System macht. Anders als beim Vorgehen nach Leistungsschein können jetzt Jobs untertägig verteilt werden.“ Für die erfolgreiche Inbetriebnahme spricht auch die eingespielte Partnerschaft von EGN und sensis, die für die technische Umsetzung inklusive Migration, die Programmierung und den Support verantwortlich zeichnet – Tim Homann: „Aufgrund der jahrelangen Erfahrung von sensis mit unseren Dienstleistungen und organisatorischen Abläufen sind viele Fallgruben im Projektverlauf gar nicht erst in Erscheinung getreten.“

TRASMobil

  • Telematik
  • Behälterverfolgung, -ersterfassung, UVV/BGR 186
  • Behälterverfolgung u.a. mit Identsystemen
  • Mobile Kasse
  • Mobiles Waageterminal
  • Leistungsdatenerfassung
  • Touraufzeichnung
  • Fahrzeugortung über GPS
  • Erstellung von Bilddokumenten bei Verwiegung
  • Beleglose Auftragsabwicklung im Fahrzeug
  • Anbindung von Identsystemen